Pariser Börse 1902 / 5
Es ist endlich für alle Debütanten, die Glück und Erfolg an der Börse zu haben wünschen, von unumgänglicher Notwendigkeit, sich die Beihilfe eines Bankhauses oder Eemisiers, das heißt eines gewissenhaften Vermittlers, zu sichern, welcher ihnen, indem er ihre Aufträge mit aller notwendigen Sorgfalt ausführt, dank seiner Stellung in der hohen Finanzwelt, zur rechten Zeit mit gewissenhaften Batschlägen beistehen kann und dadurch verhütet, daß sie eines schönen Tages, infolge zu waghalsiger Spekulationen, ruiniert erwachen.
„Geld erhalten ist schwerer, als Geld verdienen”, ist ein Wort, das in Frankreich geläufiger ist, als anderswo. Und in der Tat verdient der Franzose sein Geld genau wie andere Nationen, aber viel leichter wie jene vertraut er es dem ersten besten an, ohne sich weiter um dasselbe zu bekümmern. Es ist eine Wahrheit, daß das Gesetz der Arbeit unerlässlich ist für den Menschen.
Man muß arbeiten, um zu verdienen, man muß fener arbeiten, natürlich weniger und auf eine andere Art, um das Erworbene zu erhalten. Aber wir sind nun einmal so, erst schwitzen wir Blut und Wasser, um etwas zu erwerben und dann wollen wir uns auch nicht mehr die geringste Mühe geben, um das Verdiente zu erhalten.
Die vernünftige Wahl eines Ratgebers ist also die erste Notwendigkeit, und wir werden deshalb am Schlüsse dieses Buches nochmals Gelegenheit nehmen, auf diese ebenso wichtige als heikle Sache zurückzukommen.